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Zur Schmerzhaften Mutter - Dächingen
Bruder-Johannes-Strasse 8
89584 Ehingen-Dächingen
Tel.: 07395 / 350
Fax: 07395 / 961008
E-mail: kathwallfahrtsamt.daechingen@drs.de
Gottesdienste am Sonntag, einschließlich Vorabendmesse
abwechselnd mit den anderen Pfarreien der Seelsorgeeinheit Ehinger Alb

Sa 19.00 Uhr
So 9.00/ 10.15 Uhr

Öffnungszeiten der Kirche
tagsüber

Der Name Dächingen findet sich erstmals Anfang des 12. Jahrhunderts in der Chronik des Benediktinerklosters Zwiefalten. 1263 – 1271 ist belegt, dass ein Berthold von Dächingen Dienstmann der Grafen von Wartenstein war.
Schon von weitem ist die Pfarr- und Wallfahrtskirche Dächingen zu erkennen durch die glasierten grünen mit rauten versehen Dachziegel des Turmes. Der Ort liegt auf der Schwäbischen Alb nahe gelegen an der Bundesstraße 465. Über dem Hauptportal befindet sich im Tympanon die 1996 geschaffene Plastik „Jesus begegnet seiner Mutter” von Joachim Maria Hoppe.
Die Sage erzählt, dass sich ein Ritter im Nebel in einem Sumpfgebiet verirrte. Wenn er wieder den richtigen Weg fände, gelobte er, werde er eine Kapelle zu Ehren der Muttergottes bauen. Dies soll der Ursprung der Kapelle in Dächingen gewesen sein. Fest steht, dass 1465 bereits zwei Bildstöcke in der Nähe des Platzes standen, wo später eine Kapelle errichtet wurde. Der Überlieferung nach soll sie 1465 gebaut worden sein. 1479 fand sie urkundliche Erwähnung, zwei Jahre später fand die Altarweihe statt. Seit 1500 ist auch eine Wallfahrt zur Jungfrau Maria von Dächingen verbürgt.
Der Tübinger Humanist Heinrich Bebel (*1472 in Justingen, … 1518) erzählt in einer 1508 und 1512 erschienen Schwänkesammlung unter der Überschrift: „Von einem der die selige Jungfrau Maria anrief” von der Dächinger Wallfahrt: „Zwei Adlige, die mit einem Fürsten in offener Fehde lagen, befanden sich in großer Gefahr, weil ihnen der Gegner dicht auf dem Fersen war. In dieser schlimmen Lage rief der eine die selige Jungfrau Maria von Aachen an. Darauf erwiderte ihm der andere: Nach Aachen ist es ein allzu weiter Weg. Bis Maria von dort kommt, sind wir längst verloren und in Gefangenschaft geraten. Ruf doch die selige Jungfrau von Dächingen an, das nicht soweit abliegt. So heißt nämlich der Ort nahe bei meiner Heimat, wo die glorreiche Jungfrau mit frommem Eifer verehrt wird.” Von 1560 bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die Kapelle von Eremiten betreut, während der Gottesdienst vom Pfarrer aus Altsteußlingen versehen wurde.
Im Jahre 1612 wurde die Kapelle durch einen Neubau ersetzt. In der ersten bekannten Beschreibung des Inventars der Kapelle von 1654 heißt es: „Im Chor auf der Seiten ein eingefasstes Unserer Lieben Frauen Bild, selbiges mit einem roten Rock bekleidet, mit einem weißen Schleier. Dabei ein Vorhand mit roten, weißen und gelben Fransen eingefasst.” „Unserer Lieben Frauen Altar auf der Seite: Ein Tabernakel über Unser Lieben Frauen mit roten Überhängen, darauf ein hölzernes vergoldetes Kreuz. Ob unserer Lieben Frauen ein heiliger Geist.”
Die Wallfahrt kam um 1800 zum Erliegen. Die Gemeinde erwarb die 1630 errichtete Zehntscheuer in der Dorfmitte. Sie wurde 1848 abgetragen und zur Kirche umgebaut. Die Altäre aus der alten Wallfahrtskapelle im Ried wurden von Johannes Baptista Stiehle (1829 - 1899), dem späteren Redemptoristenbruder abgebaut und in der neuen Wallfahrtskirche aufgerichtet. Am Platz der alten Kapelle entstand eine kleine Kapelle, die das alte Gnadenbild (um 1460) Maria im Wochenbett oder Maria im Elend darstellt.
Die Wallfahrtskirche hat eine barocke Ausmalung. Am Triumphbogen befinden sich die Abbildungen der Sieben Schmerzen Mariens, der 1904 gegründeten Siebenschmerzenbruderschaft. Der Hochaltar und die Nebenaltäre stammen aus der Werkstatt des Ehinger Bildhauers Ritter und des Kunstschreiners Harscher hergestellt um 1798/99. Das Gnadenbild, die eingekleidete Pieta (17. Jht.) auf dem Hochaltar zeigt die Schmerzhafte Mutter mit dem Leichnam Jesu auf dem Schoß. Flankiert wird der Hochaltar vom hl. Sebastian (links) und dem hl. Wendelin (rechts). Auf den Nebenaltären, die mit gewundenen Säulen verziert sind, sind Marienbilder - die Huldigung der drei Weisen und der hl. Antonius empfängt das Jesuskind - zu sehen. Aus der alten Wallfahrtskirche sind noch ein Prozessionskreuz (16. Jht.), sowie ein Opferstock erhalten. An der linken Seite im Kirchenschiff befindet sich ein Wandbild der hl. Odilie. Von dem in Dächingen geborenen Redemptoristenbruder Johannes Baptista Stiehle aus Cuenca (Ecuardor) stammt die Plastik der Geburt Jesu.
Am 1. Oktober 1983 erhob Bischof Georg Moser das Expositurvikariat Dächingen zur selbstständigen Kirchengemeinde Dächingen.
Das Wallfahrtstriduum findet um den 15. September dem Fest der sieben Schmerzen Mariens statt.

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